Aktuell und früher als geplant hat die International Standard Organisation (ISO) die ISO 50001 veröffentlicht. Damit hat die erste international anerkannte Energie-Management-Norm Gültigkeit.
BSI war an der Entwicklung des Standards maßgeblich beteiligt und bietet ein komplettes Paket von Veröffentlichungen, Schulungen, Zertifizierung, und Software zur ISO 50001 an.
Die ISO 50001 gibt Rahmenbedingungen für Industrieanlagen, gewerbliche Anlagen oder ganze Organisationen vor, um Energie effizient zu managen. Die ISO schätzt, dass der Standard bis zu 60 Prozent des weltweiten Energiebedarfs beeinflussen könnte.
„Der Standard legt die notwendigen Prozesse und Aktivitäten eindeutig fest, mit der jede Organisation sofort anfangen kann, Geld zu sparen", sagt Dr. Rainer Feld, BSI Geschäftsführer und Umweltexperte. „Die aktuellen Angebote von BSI Deutschland für alle Zertifizierungsleistungen zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2009 (EEG) – zum Beispiel nach EN 16001 – bleiben unverändert, ab sofort kann aber auch der internationale Standard zur Anwendung kommen“.
Eine Zertifizierung nach EN 16001 bzw. ISO 50001 ist für Unternehmen des produzierenden Gewerbes laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Voraussetzung für die Gewährung von steuerlichen Vorteilen. So wird die Begrenzung der EEG-Umlage für das Kalenderjahr 2012 nur noch gewährt, wenn das Unternehmen eine Zertifizierung nach EN 16001 oder EMAS nachweisen kann.
Der Rahmen des Standards ist über mehrere Jahre mit Energie-Management-Experten aus über 60 Ländern entwickelt worden. Auch die British Standards Institution (BSI) war dabei signifikant beteiligt. Mike Low, Director of Standards bei BSI kommentiert: „ISO 50001 ist ein neuer und bedeutender globaler Standard, der enormen geschäftlichen Nutzen für Organisationen auf der ganzen Welt haben wird, die sich mit steigenden Energiekosten und der wegen des Klimawandels auch immer komplexer werdenden Gesetzgebung auseinandersetzen müssen."
Auslöser zur Entwicklung des Standards war die globale Bedrohung durch Energieknappheit, steigende Kosten und vermehrte gesetzliche Vorgaben, die darauf abzielen, die Emissionen von Treibhausgasen einzudämmen.